Der Orgelneubau

Andreas Maurer-Büntjen mit Bild der neuen Orgel

 

Ein neuer Glanzpunkt für unseren Ort

 

Am 3. Mai 2017 hat der Kirchengemeinderat beschlossen, mit der Firma Winterhalter aus Oberharmersbach (bei Offenburg im Schwarzwald) das Orgelneubauprojekt umsetzen zu wollen. Dem gingen zahlreiche Sitzungen und Orgelfahrten mit Mitgliedern des Kirchengemeinderates, des Orgelsachverständigen und eines Professors für Orgel voraus.

Bereits im Jahre 2010 haben wir mit zwei Erkundungsfahrten die Spur zu renommierten Orgelbaufachbetrieben aufgenommen. Im Jahre 2016 wurde dann nochmals eine Exkursion nach Belgien, in die Niederlande, nach Luxemburg, in die Schweiz und in verschiedene Orte innerhalb Deutschlands unternommen. In die engere Wahl kamen zunächst fünf Firmen. Drei Firmen baten wir im Juni 2016 um die Abgabe von Angeboten, die diese dann bis Ende September einreichten. Danach mussten die Ergebnisse in vielen unterschiedlichen Sitzungen ausgewertet werden, bevor wir nach einer erneuten Fahrt im Jahre 2017 in den Schwarzwald der Firma Winterhalter den Zuschlag geben konnten.

Wir haben viele Eindrücke gesammelt und zahlreiche Argumente ausgetauscht. An einigen Referenzinstrumenten der Orgelbauer haben wir die Mechanik getestet und Klangfarben ausprobiert. Davon zeugen die Fotos, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion 2016 vor Ort machten. Mit der Firma Winterhalter haben wir eine Firma gewählt, die uns zeigen konnte, dass sie mit nachhaltigen Materialien platzsparend arbeiten kann. Sie verwendet für den Weg von der Taste zur Pfeife Abstrakte aus Carbon, das den in Gramm ausgemessenen Tastendruck konstant beibehält - egal, welche Luftfeuchtigkeit und Wärme in der Kirche vorherrschen.

Herr Winterhalter spielt selbst Orgel; daher hat er als Musiker ein Gespür für Klangfarben und deren exakte Abstrahlung in den Raum. Die Intonation haben wir bei seinen Instrumenten in den Kirchenräumen als vollkommen ausgereift erleben dürfen: An jedem Platz klingt die Orgel immer charmant und perfekt abgestimmt. Deshalb freuen wir uns schon jetzt sehr auf die neue Orgel aus dem Hause Winterhalter.

 Orgelbauer WinterhalterClaudius Winterhalter

Mit der neuen Orgel erhalten unsere Gemeinde und die Stadt Bad Segeberg einen neuen musikalischen und kulturellen Glanzpunkt, der die Menschen über viele Generationen hinweg erfreuen wird. Die Verwendung hochwertiger und dauerhafter Materialien sowie eine sorgfältige Verarbeitung und der Einbau einer einfachen, wartungsarmen Technik stehen für eine lange Lebensdauer der künftigen Orgel.

Die Besucher der Marienkirche dürfen sich auf eine neue Orgel freuen, die Konzerte zum Erlebnis werden lässt und Gottesdienste bereichert. Wir orientieren uns bei der Auswahl der Klänge an der Zeitepoche des Barock (Buxtehude, Bach) mit der Seitenlinie der deutschen und französischen Romantik (Reger, Frank, Widor). Insbesondere die Epoche der Romantik legte Wert auf eine Bandbreite von warmen Klängen, die Trost und Zuversicht ausstrahlen. Da wir in der Marienkirche besonders viele Andachten und Amtshandlungen durchführen, schien uns dieser Aspekt sehr wichtig.

 

Wieviel kostet die neue Orgel?

Die Gesamtkosten für die neue Orgel werden bei rund 1,2 Millionen Euro liegen. Weitere Kosten entstehen für den Abbau der alten Orgel, für Auslagen, bauseitige Leistungen und Kosten während der Aus- und Aufbauphase, notwendige Umbauarbeiten auf der Empore selbst oder Auslagen für das Erreichen der Finanzierung. Die Gesamtkosten beinhalten bereits eine Kalkulationsreserve für Unvorhergesehenes.

Das Projekt benötigt Ihre Unterstützung

Sobald die Hälfte der Orgelbausumme vorhanden ist, kann die offizielle Auftragsvergabe an den Orgelbauer erfolgen. Es wird dann weitere ca. drei Jahre dauern, bis die neue Orgel gebaut ist. Nach ihrer Fertigstellung wird sie zunächst im Montagesaal des Orgelbauers einmal komplett aufgebaut und abgestimmt. Dieser Vorgang verkürzt die Zeit der Arbeiten in der Kirche selbst. Die Verwirklichung eines solchen Projekts ist natürlich auf das Wohlwollen und die Unterstützung vieler Bürger in Bad Segeberg angewiesen.